Herzlich willkommen beim Rügener Inselorchester!

Das Rügener Inselorchester ist ein 2021 gegründetes Sinfonieorchester, welches in Putbus auf Rügen jährlich im Sommer ein sinfonisches Programm einstudiert und zur Aufführung bringt.

Wenn du als ambitionierter Instrumentalist Lust am gemeinsamen Musizieren hast, kannst du uns gerne über das Kontaktformular anschreiben und dich für das Projekt bewerben. Wir freuen uns über dein Interesse!


Probenphase: Samstag, 27.07. bis Samstag, 03.08.2024

Öffentliche Generalprobe: Freitag, 02.08.2024 um 19 Uhr im Marstall Putbus

Konzert: Samstag, 03.08.2024 um 17.00 Uhr im Marstall Putbus

Dirigent: Kerry Jago

Solovioline: Gustav Frielinghaus



Programm

Michail I. Glinka: Ouvertüre zu „Ruslan und Ludmilla“

Jean Sibelius: Konzert für Violine und Orchester

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5

Generalbesetzung: Str-3223-4230-10

Eine Anmeldung ist über das Anmeldeformular möglich.

Die Besetzung für den kommenden Sommer ist erfreulicherweise schon vollständig!

Sollten sich wieder freie Plätze ergeben, machen wir an dieser Stelle darauf aufmerksam.


Zwei neue Gesichter für 2024

Für unser Projekt RIO24 konnten wir mit Kerry Jago (Dirigent) und Gustav Frielinghaus (Solovioline) zwei wunderbare Menschen und Musiker gewinnen. Wir freuen uns schon jetzt riesig auf den kommenden Sommer!

Foto: Tobias Wirth Photography

Eine musikalische Reise durch Europa

Noch nie habe er so glückliche Gesichter beim Gang auf die Bühne gesehen, so schilderte der Parlamentarische Staatssekretär Heiko Miraß seine Eindrücke bei der Begrüßung des Rügener Inselorchesters (RIO), das am 5. August in Putbus zum Sinfoniekonzert als Abschluss der Feierlichkeiten des 240. Fürstengeburtstags einlud. Und Bürgermeisterin Beatrix Wilke erinnerte an die „Gänsehautmomente“, die das erst 2021 gegründete Orchester bei seiner Premiere im vergangenen Jahr bei vielen Zuhörer/innen ausgelöst hatte. Auch in diesem Jahr konnte das Publikum im voll besetzen Marstall ein abwechslungsreiches Programm erwarten, das von gut 50 Musiker/innen aus ganz Deutschland und dem Ausland in einer intensiven Probenwoche erarbeitet worden war und das musikalisch quer durch Europa führte. Tags zuvor hatte das Orchester bereits in einer öffentlichen Generalprobe Gelegenheit gegeben, das Programm kennenzulernen.

Unter der energiereichen Leitung des Dirigenten Csaba Grünfelder startete das Orchester mit Gioachino Rossinis schwungvoller Ouvertüre aus der Oper „Die diebische Elster“. Weiter ging die Reise in die europäisch-asiatische Grenzregion, nach Armenien: Im 1950 komponierten Trompetenkonzert von Alexander Arutjunjan mit einer Kadenz von Timofei Dokschizer zeigte der Solist Marc Zwingelberg virtuos, dass dieses Werk es als eines der wenigen Werke der Moderne zu Recht ins Konzertrepertoire geschafft hat. Gekonnt gestaltete er die verschiedenen Themen mit einer ungeahnt großen Bandbreite an Klangfarben und Ausdrucksmöglichkeiten. Nordisch-romantisch wurde es dann mit der 2. Sinfonie des Finnen Jean Sibelius. Hier überzeugten die Musiker/innen besonders beim Wechselspiel der vielschichtigen Themen zwischen den verschiedenen Stimmgruppen, die von Grünfelder mit großer Hingabe und Präzision geführt wurden. Begleitet wurde das Konzert von Werken des Künstlers Frank Otto Sperlich, der die vier Sätze der Sinfonie in vier ausdrucksstarken Gemälden visuell vorstellte.

Zum Ende glückliche Gesichter erneut bei den Mitwirkenden auf der Bühne – und Standing Ovations im Publikum. Das nächste Orchesterprojekt RIO 2024 ist schon in Planung. (Text: Ingrid Breuers, Fotos: Mirja Nielinger, August 2023)


Radiobeitrag im NDR

Während unserer Probenphase bekamen wir erneut Besuch vom NDR. Daraus entstand ein Radiobeitrag, welcher unter folgendem Link nachzuhören ist.


Gründungskonzert des Rügener Inselorchesters zieht Publikum in seinen Bann

Kurz vor Konzertbeginn mussten noch weitere Stuhlreihen aufgebaut werden, als immer mehr Zuhörer – langjährige Putbusser Einwohner ebenso wie frisch angereiste Touristen – am 6. August bei herrlichem Sommerwetter und freiem Eintritt in den Marstall in Putbus zum Gründungskonzert des Rügener Inselorchesters strömten. Auf dem Programm standen Kompositionen von P. I. Tschaikowsky, Edward Elgar und Antonín Dvořák, Werke aus der Zeit des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, aus Zeiten des Aufbruchs: Während Mitte der 1890er Jahre Dvořáks Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“ in New York uraufgeführt wurde, stand auf Rügen der „Rasende Roland“ in den Startlöchern.

Aufbruchsstimmung war auch die treibende Kraft für die Initiative des Rügener Inselorchesters. Der Verein war erst im Jahr 2021, mitten in der Pandemie, von den beiden Putbussern Ruben und Viola Bartholomäus zusammen mit einer Handvoll weiterer Musikliebhaber ehrenamtlich gegründet worden und hat binnen kurzer Zeit durch Aufrufe in die bundesweite Orchesterlandschaft und durch persönliche Kontakte ein großes Sinfonieorchester zusammengestellt. Zu Beginn ließ es sich Bürgermeisterin Beatrix Wilke nicht nehmen, das Publikum persönlich zu begrüßen und sich für die mutige Initiative und das Engagement zu bedanken. Orchestersprecher Dominic Böth wiederum dankte in seiner Begrüßung den Förderern für die Unterstützung, allen voran der Stadt Putbus, der Kurverwaltung, dem Landkreis, dem Land und der Musikschule Grimmen, und lud die Zuhörer ein, sich gemeinsam auf eine musikalische Reise zu begeben.

Den kraftvoll-tänzerischen Auftakt machte die Polonaise von Tschaikowsky, eine Ballszenenmusik, die den 3. Akt der Oper „Eugen Onegin“ eröffnet. Im anschließenden Cellokonzert e-Moll op. 85 von Elgar führte die Solistin Annekatrin Flick das Publikum in eine eindringliche Welt verschiedener Emotionen. Das 1919 uraufgeführte Cellokonzert ist das letzte bedeutende Werk Elgars, es bündelt die vorangegangenen Jahrzehnte hoher Produktivität und blickt zugleich voraus auf den von Depressionen geprägten Lebensabend des Komponisten. Mit höchster Virtuosität und Einfühlsamkeit fächerte die Solistin die abwechslungsreichen Motive auf, die vor dem Hintergrund der zurückgenommenen Orchesterbegleitung transparent hervorschienen. Die rund 400 Zuhörerinnen und Zuhörer belohnten Annekatrin Flick mit Standing Ovations und Bravo-Rufen für ihre beeindruckende Interpretation. Mit der 9. Sinfonie von Dvořák stand in der zweiten Konzerthälfte eine der bekanntesten und beliebtesten Sinfonien der Orchesterliteratur auf dem Programm. Unter der präzisen Leitung von David Behnke erklangen schwelgerische Melodien, sehnsuchtsvolle Anklänge an Dvořáks böhmische Heimat. Vom Aufbruch in ferne Welten kündeten die ausdrucksstarken Fanfarenmotive. Behnke war es gelungen, binnen einer Woche Probenzeit einen homogenen Klangkörper aus den über 50 überwiegend semiprofessionellen Musikerinnen und Musikern zu formen, die aus ganz Deutschland für dieses Herzensprojekt angereist waren.

Mit langanhaltendem Applaus, Standing Ovations und zwei Zugaben endete die erste Aufführung des Rügener Inselorchesters. Damit die musikalische Reise in den kommenden Jahren weitergehen und viele Menschen erreichen kann, freut sich der junge Verein über Spenden an IBAN: DE15 1505 0500 0102 1200 48. Anmeldungen zum Mitspielen 2023 sind bereits jetzt möglich. (Text: Ingrid Breuers, August 2022)


Radiobeitrag im NDR

Bei einer unserer Proben bekamen wir Besuch vom NDR! Daraus entstand ein Radiobeitrag, welcher unter folgendem Link nachzuhören ist.

Beitrag NDR 1 Radio MV vom 2. August 2022


Die Idee des Orchesters

Rügen ist im Sommer eines der beliebtesten Urlaubsziele Deutschlands, während Putbus als zentral auf der Insel gelegene Stadt mit seinen historischen Kulturräumen beste Bedingungen für ein großes Sinfonieorchester bietet. Warum nicht also beides miteinander verbinden? Entspannung in Rügens Natur und gemeinsames sinfonisches Musizieren.

Neben intensiver Probenarbeit wird es viel freie Zeit zur Entspannung und Erkundung der Umgebung geben. Das ist es auch, was uns am meisten am Herzen liegt: Raum für Gemeinschaft, Erleben der Natur und Genuss von Musik.

Ob jung oder alt, mit oder ohne Familie, aus dem tiefen Süden oder hohen Norden – wir freuen uns über eine vielseitige und bunt zusammengesetzte Gemeinschaft.

Foto: Mirja Nielinger


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